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Torhaus Salzau

Künstler

Seit 2006 wird die Nutzung der Werkstätten für die Lithografie und Radierung erneut intensiviert. Dabei sorgt eine Jury bei ihrer Auswahl der Bewerber für eine kontinuierlich hohe Qualität. Durch seinen Arbeitsaufenthalt bereichert jeder neue Künstler auf individuelle Weise das Landeskulturzentrum Salzau.

Äußerst inspirierend mag Salzau infolge seiner ruhigen, ländlichen Lage und besonderen Atmosphäre sein. Ein geeigneter Ort für konzentriertes, kreatives Arbeiten. 

Eine vom Landeskulturzentrum Salzau berufene Fachjury hat im Dezember 2009 über die Vergabe von Künstleraufenthalten in den Salzauer Druckwerkstätten für das Jahr 2010 entschieden. Aus den zahlreichen Bewerbungen wählten Ulrich Krapohl (Grafische Sammlung/ Kunsthalle Kiel), Katharina Jesdinski (Muthesius Kunsthochschule Kiel, Leitung der Grafikwerkstätten) und Imke Spannuth (Landeskulturzentrum Salzau) 6 Künstlerinnen und Künstler aus ganz Deutschland für dieses Jahr aus.

Für 2010 werden sechs vier- bis sechswöchige Arbeitsaufenthalte in den Druckwerkstätten ermöglicht.

Stipendiatinnen und Stipendiaten 2010
Ondrej Drescher, Reinhold Engberding, Hanna Hennenkemper, Eun Jung Kim, Tina Labuzinski, Margarete Lindau.


Bislang waren folgende Künstlerinnen und Künstler in den Druckwerkstätten Salzau für einen mehrwöchigen Künstleraufenthalt zu Gast:

Liste der Künstler

Reinhold Engberding

Lithografiewerkstatt

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Reinhold Engberding
Reinhold Engberding wurde 1954 in Herten / Westfalen geboren und lebt und arbeitet heute in Hamburg. Er studierte Landschaftsplanung und Freie Kunst in Kassel bei Lucius Burckhardt und Jürgen von Reuß, in Kiel bei Johannes Gebhardt und in Den Haag bei Irene Fortuyn und Reinoud Oudshoorn.

Seit 1994 waren Arbeiten von ihm in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland zu sehen. Im kommenden Jahr werden seine Arbeiten und Arbeiten der holländischen Künstlerin Karin Arink in einer großen Doppelausstellung im Gerhard-Marcks-Haus in Bremen gezeigt. 

Reinhold Engberding wurde mehrfach mit Stipendien ausgezeichnet; u.a. arbeitete er 2006 mit einem UNESCO-Stipendium an der Faculty of Fine Arts der Chiang Mai University in Thailand.

Seit 2008 ist er Mitglied im Deutschen Künstlerbund. 

Tina Labuzinski

Radierwerkstatt

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Tina Labuzinski
Die in Berlin lebende Künstlerin Tina Labuzinski widmete Ihre Aufmerksamkeit während ihres Aufenthaltes in der Salzauer Radierwerkstatt ganz der Pflanzenwelt : Der Übersetzung von Pflanzenformen in eine Serie von Zeichnungen und Grafiken. Ausgangspunkt war dabei stets die genaue Betrachtung der Natur und die Auseinandersetzung mit deren Formverhältnissen. Thematisch hat die Künstlerin dabei auf die Salzauer Umgebung Bezug genommen und hat den Naturraum Salzau in ihrem bildnerischen Kompositionen nachempfungen bzw. neu dargestellt.

Tina Labuzinski wurde 1969 in Güstrow geboren und lebt heute in Berlin. In der Zeit von 1990 bis 1995 studierte sie an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee Grafik-Design und schloß ihr Studium mit Diplom bei Professer Alex Jordan ab.

Stipendien/Preise
11 _ Brückenwächter-Residenz für Künstler/Wissenschaftler, Štúrovo, Slowakei
10 _ Stipendium des Landeskulturzentrums Salzau
10 _ Stipendium des Kunstfördervereins Donnersberg, Obermoschel
10 _ Stipendium Schloß Haldenstein des Kantons Graubünden, Schweiz
09 _ Stipendium Studios International – Höfgen, Grimma-Kaditzsch
08 _ Montjoie-Stipendium
08 _ Stipendium Schloß Haldenstein des Kantons Graubünden, Schweiz
07 _ Stipendium der Aldegrever-Gesellschaft, Séguret, Frankreich
07 _ Stipendium der Stiftung Kartause Ittingen, Schweiz
07 _ Katalogförderung des Kulturamtes Pankow, Berlin
06 _ Stipendium der Cranach-Stiftung, Lutherstadt-Wittenberg
1995 _ Ehrendiplom für das Ausstellungsplakat
"TeleVisionFoyer 95" im Wettbewerb "100 Beste Plakate 1995"
des Verbandes der Grafikdesigner e.V.


Publikationen
07_Tina Labuzinski/Zeichnungen
Neue Bücher Verlag, Berlin, 2007

08_Katalog zur Ausstellung:
Blaugrüner Teppich in fließendem Wasser/
Zeichnungen, Monschau, 2008

Charlotte Boesen

Radierwerkstatt

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Charlotte Boesen, nach "Schlagschatten"
Charlotte Boesen
Die gebürtige Dänin hat sich währed ihres Salzauaufenthaltes künstlerisch auf die Suche nach grafisch greifbaren Mitteln machen, um das Zeichnen für sich zu erweitern (in den Techniken Kaltnadel, Kupferstich und Holzschnitt). Dabei ging sie der Frage nach, welche Ausdehnung resp. welche Dimension eine Zeichnung ausmacht? Oder wo eine Zeichnung aufhört, sich als Zeichnung zu behaupten?


Diese transparente Grenze zwischen Fläche und Objekt beschäftigen die Künstlerin formal und inhaltlich. Die Erfindung eines räumlichen Linienverlaufs entlehnt Charlotte Boesen dabei der Musik, insbesondere der Neuen Musik. In ihren Zeichnungen visualisiere sie diese Musik, begleitet von verschiedenen Arten der Stille – unterdrückte Stille, zersprengte Stille, schreiende Stille. Der Verbindung von Musik und Raum geht Charlotte Boesen nach mit dem Ziel, auditive Zeichnungen zu entwickeln.


In Salzau stand die Komposition „Schlagschatten“ von Joachim Heintz (2006 Uraufführung) im Zentrum von Charlotte Boesens künstlerischer Arbeit. Die musikalische Räumlichkeit dieser Komposition sowie jene Bilder, die „Schlagschatten“ hervorrufen setzte die Künstlerin ins Grafische um.


Schlagschatten
brennt ein Loch ins Eis
winzige Geräuschspuren stolpern in die Weite
während Kaltschweiß zufriert isolieren sich Stimmpeitschen
Gesichtsfelder älteren Datums blenden ein
Dumpfes Verbrauchtes Verschollenes
in der Eigenhaut
kurzweilige Ausbrüche fügen sich wieder beisammen
kurzfristig sind Erinnerungsterritorien zugänglich
Eiswind fegt Leeres leer
nur noch aufgehalten im Schlagschatten


Charlotte Boesen, geboren 1964, stammt aus Kopenhagen und lebt heute in Halle / Saale. Nach einem Spanienaufenthalt begann sie 1996, an der Kunsthochschule in Silkeborg (DK) Druckgrafik und Zeichnen zu studieren. Im Jahr 2000 nahm Charlotte Boesen das Studium der Malerei und der freien Kunst an der Hochschule für Künste in Bremen auf, wo sie 2005 Meisterschülerin bei Prof. Peter W. Schaefer wurde. Von 2004 bis 2006 lehrte sie Kunst an der internationalen Schule in Bremen.


Parallel zu ihrem Aufenthalt in der Radierwerkstatt stellte Charlotte eine Auswahl von Arbeiten in der Galerie im Torhaus aus. Der Besucher bekam mittels dieser Arbeiten die Bandbreite des künstlerischen Wirkungsfeldes der dänischen Künstlerin vor Augen geführt. 

BIOGRAPHIE

Geboren in Kopenhagen1964 I

Arbeitsaufenthalt an der Kunstschule in Holbaek (DK)1983 I

Kunstschule Silkeborg,

Erlernung druckgrafischer Techniken (DK)1996 I

Studium an der Hochschule für Künste Bremen,

Malerei / Freie Kunst bei Prof. P. W. Schaefer 2000 – 2006 I

Diplom 2005 I

Meisterschüler-Studium bei Prof. P. W. Schaefer 2006 I

Lehrtätigkeit für das Fach Kunst an der

Internationalen Schule Bremen 2004 - 06I

lebt und arbeitet in Halle


STIPENDIEN

DAAD - Stipendium 2003 I

Arbeitsstipendium der Stiftung Thyll-Dürr / Elba (I) 2008 I

Arbeitsstipendium Künstlerhaus Höfgen / Grimma (D) 2008 I

Artist in residence, Interdisziplinäres Arbeitsstipendium

Kunstsiftung pro Artibus / Ekenäs (FIN) 2009 I


AUSSTELLUNGEN

2009  

MUSEUM FÜR DRUCKKUNST / Leipzig: "Druckkunst x 15"

A.I.R. GALLERY PRO ARTIBUS / Ekenäs (FIN): "Versperrt" / Installation und Grafik (Kat.)

SÄCHSISCHER LANDTAG / Dresden

KUPFERSTICH / Leipziger Börse


2008  
GEWANDHAUS / Leipzig, Druckgrafische Arbeiten (Kat.)

NEUE SÄCHSISCHE GALERIE / Chemitz

KUNSTVEREIN SYKE / Syke

KUNSTZENTRUM BROTFABRIK GALERIE / Berlin

30. LEIPZIGER GRAFIK BÖRSE / Leipzig:  „Spiel mit dem Feuer“ (Kat.)


2007  
17. SÄCHSISCHES DRUCKGRAFIK-SYMPOSION / Hohenessig –Leipzig (Kat.)


2006  
MULTIMEDIA FESTIVAL / Daegu (Süd Korea)

KOOPERATION EXPERIMENTALFILM / Neue Musik

4. INTERNATIONALES BILDHAUERSYMPOSION / Zwickau

GALERIE AM DOMHOF / Robert-Schumann-Jahr (Kat.)

GALERIE GaDeWe / Bremen

STÄDTISCHE GALERIE / Bremen: „14 Arten den Regen zu beschreiben“  grafische Installation zu Musik von Hanns Eisler

2005  
NORD ART / Rendsburg

ALPIRSBACHER GALERIE / Alpirsbach (Zeichnung)


2004
ZKM  / Karlsruhe

Kooperation mit dem Komponisten Joachim Heintz

2003  
GALERIE ART 99 / Worpswede

2002  
KUNSTVEREIN HEDEBOEGEN / Kopenhagen (Einzel.)


ARBEITEN IN ÖFFENTLICHEN SAMMLUNGEN

Foundation pro Artibus / Finnland

Städtische Kunstsammlung Neue Sächsische Galerie / Chemnitz

Grafiksammlung Hohenossig / Leipzig

Eun Jung Kim

Radierwerkstatt

zeigen

Eun Jung Kim
Eun Jung Kim (Jg 1976) wurde in Südkorea geboren und lebt seit 2002 in Deutschland. Die Künstlerin knüpft ihre Themen an Augenblicke ihres Lebens, an ihre persönliche Geschichte und gibt ihren Arbeiten die Eigenständigkeit eines Anderen. Ihre Arbeiten vermitteln einen Prozess, den der offenen Wahrnehmung ihrer Geschichte und zugleich den der Selbstwahrnehmung ihres Betrachters. Gelegentlich witzig und zugleich fundamental, voll von schönem Versprechen und von Verlust, und immer subjetiv, ein sich selbst zeichnerisch aufklärendes Ich.

Eun Jung lebte 25 Jahre in Südkorea, zunächst in einem kleinen Ort, später in Seoul. Die Erinnerung an ihre Jugend vereint Gegensätze: Sie wohnte nahe der Küste und zugleich nahe der an den Bergen. Dann die Zäsur, Europa, der andere Kulturraum.

Auch das Salzauer Projekt wird von der Gegensätzlichkeit geprägt sein: Eun Jung Kim wird den mehrwöchigen Aufenthalt dazu nutzen, den Gegensätzen zwischen städtischer und ländlicher Umwelt künstlerisch nachzuspüren. Der urbanen Struktur Bremens, der Stadt, in der Eun Jung Kim lebt und arbeiten, tritt kontrastreich das ländlich und abgeschieden gelegene Salzau entgegen.

Eun Jung Kim ist die erste von insgesamt sechs Künstlerinnen und Künstlern im Jahr 2010, die von einer Fach-Jury ausgewählt wurde und im Rahmen eines mehrwöchigen Künstleraufenthaltes in der Salzauer Druckwerkstatt arbeitete. Parallel hierzu zeigte Eun Jung Kim in der Ausstellung "Prisma" eine Auswahl Arbeiten vorangehender Arbeitsphasen in der Galerie im Torhaus.

Künstlerische Ausbildung

1997 – Studium der Freien Kunst an der Sang-Myung Universität für Künste

2001     in Seoul, Südkorea

2002 –  Studium der Freien Kunst an der Hochschule für Künste in Bremen

2008     bei Prof. Peter W. Schaefer

2008     Meisterschule bei Prof. Peter W. Schaefer

Einzelausstellung

2009    Atelierhof, Bremen

2008     „Schwebe im Selbst“, Galerie Herold, Bremen

2005     Paradiso, Bremen

Gruppenausstellung

2009   „Natur-Mensch“, Nationalpark Harz, Sankt Andreasberg

            „Tod-Rot, Grün, Rost-Braun, Gelb, Kohlraben-schwarz“, Theatergalerie, Bremen

            „sed roq“ Städtische Galerie, Bremen

2008   „Odalisken und andere Geschöpfe“, Volksbank eG Westerhauderfehn

            „Reiz und Flut“, Förderpreis für Bildende Kunst des Kunstverein Achim

            Diplomausstellung, Galerie in der Dechanatstrasse, Bremen

2007   "Madonna", Stephanie Kirche, Bremen

            "1001 Nacht - Radierung", Übersee Museum, Bremen

            "Die Phantasie an die Macht", Galerie in der Dechanatstraße, Bremen

2006    Galerie des Westens, Bremen

2004    „Toten Insel“ Galerie in der Dechanatstraße

2001    Jong-No Galerie, Seoul, Südkorea

            "Die Zukunft", Dong-Duk Art Gallery, Seoul, Südkorea

Auszeichnungen

2009     Imke Folkerts Preis, Greetsiel

Patrick Fauck

Radierwerkstatt

zeigen

Patrick Fauck - Gastkünstler in Salzau
Patrick Fauck
Anfang August 2009 begann für den gebürtigen Saarländer Patrick Fauck ein mehrwöchiger Künstleraufenthalt in der Salzauer Druckwerkstatt. In der ländlichen Abgeschiedenheit Salzaus hat Patrick Fauck sich bis Anfang September 2009 neuen künstlerischen Druckgrafiken zugewendet und hierbei auf die außergewöhnlich großformatige Radierpresse der Druckwerkstatt zurückgreifen können. Er wurde als vierter von insgesamt sechs Künstlern von einer Fachjury ausgewählt.

Bei Patrick Fauck ist die Druckwerkstatt kein Ort reibungsloser Produktion, sondern ein Experimentierraum, ein Labor der Bilder. Das druckbare Bild entsteht auf der polierten Metallplatte durch Verletzungen des Metalls oder der es vor der Säure schützenden Asphaltschicht. Diese Verletzungen werden mit verschiedenen Werkzeugen herbeigeführt, bisweilen im experimentellen Umgang den Zufall mit einbeziehend, teils als eine Art aufrauen oder glätten, teils als ein eingraben von Vertiefungen. Diese Prozesse bestimmen die spezifischen Ausdrucksqualitäten der Linien.

Auch Patrick Fauck nutzt druckgrafische Techniken auf höchst ungewöhnliche Weise. Dem Betrachter fällt es oft nicht leicht, die der Druckgrafik traditionell immanenten Charakteristika in den Arbeiten Faucks wiederzufinden, aber gerade dieses Verwirrspiel bereitet großes Vergnügen, schafft seltene Stimmigkeiten und macht das individuelle Erleben schon seitens der Drucktechnik interessant.

Patrick Fauck zeigt, dass es nicht d i e Technik der Radierung gibt. Was es gibt, sind bestimmte Grundprinzipien. Alles darauf Aufbauende muss immer wieder neu entwickelt und gedacht werden. So auch Fauck.

Darüber hinaus fällt auf, dass Patrick Fauck ein leidenschaftlicher Sammler alltäglicher Materialien ist; Materialien, die als Bestandteil der Druckstöcke zu künstlerischer Wertschätzung gelangen. Oft gesehenes reproduziert sich durch seine ihm eigene Formensprache und tritt so auf ungewöhnliche, teilweise bizarre Art und Weise wieder in Erscheinung. Den Grafiken haftet eine eigenartige Klarheit, ja Ursprünglichkeit an, die ihre kraftvolle Ausstrahlung aus dem Wechselspiel zwischen Vergehendem und kreativem Schaffen gewinnt. Neue inhaltliche Zusammenhänge entstehen, die den Betrachter zu aufmerksamer Betrachtung einladen.

Parallel zu seinem Aufenthalt in der Radierwerkstatt zeigt Patrick Fauck ausgewählte Arbeiten vorangehender Schaffensphasen in der Galerie im Torhaus des Landeskulturzentrum Salzau.

Während seines Aufenthaltes bot er mit der Ausstellung „variatio delectat”  Besuchern des Landeskulturzentrum Salzau die Möglichkeit, eine besonddere Auswahl vorangehender Arbeiten zu entdecken.

Biographie

1970 im Saarland geboren.

1992-96 Studium an der Fachhochschule für Gestaltung Mannheim

Studiengang Grafik-Design, Abschluß: Diplom-Designer (FH)

1996-2006 Studium an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Studiengang Kunstgeschichte und Philosophie, Abschluß: Magister Artium (M. A.)

2006 – 2008  Aufbaustudium an der Burg Giebichenstein/Halle

Fachrichtung: Freie Grafik bei Prof. Thomas Rug

Seit SS 2008 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig,

Klasse Prof. Annette Schröter

Lebt und arbeitet in Leipzig

Auszeichnungen

2002   „Mention Spéciale“ (beim 7. Salon International d`Art Plastiques (CEPAL, Thionville))

2001   Prix du Ministère de la Jeunesse (beim 16. Salon de Printemps; Letzebuerger Artisten Center, Luxemburg)

1998   2. Preis der Stadt Kirn (Grafik)

1996   Preis der Stadt Mannheim (beim Förderpreis des Künstlerbundes Rhein-Neckar: „Jugend gestaltet“ 1996)

Stipendien

2009   Arbeitsaufenthalt im Künstlerhaus Salzwedel (Sachsen-Anhalt)

2008   Arbeitsstipendium der Denkmalschmiede Höfgen, Studios International (Kaditzsch; Sachsen)

Schloßbergstipendium des Böblinger Kunstvereins (Baden-Württemberg)

2007   Grafikstipendium der Aldegrever-Gesellschaft (Druckwerkstatt Kätelhön/am Möhnesee, NRW)

2005   Stipendium Künstlerbahnhof Ebernburg (Rheinland-Pfalz)

2004   Stipendium Künstlerhaus Lauenburg/Elbe (Schleswig-Holstein)

2002/03         Erasmusstipendium für Gent (Ostflandern, Belgien)

2001   Stipendium Werkstatt Plettenberg (NRW)

Arbeiten in öffentlichem Besitz

-     Regierungspräsidium Karlsruhe

-Rhein-Neckar-Kreis (Heidelberg)

-Stadt Plettenberg (Sauerland)

-Stadt Lauenburg/Elbe

-Kultusministerium des Landes Schleswig-Holstein

-Kunstsammlung des Künstlerbahnhofs Ebernburg

-Sammlung der Städtischen Galerie Böblingen

Ausstellungsbeteiligungen 2009

International Print Triennial - Krakow 2009

„Ereignis Druckgrafik“, internationale Druckgrafikausstellung, Leipzig

2008

-Neue Sächsische Galerie Chemnitz (100 Sächsische Grafiken)

-Galerie Irrgang, Leipzig

-Kuboshow, Herne (NRW)

-15. Deutsche Internationale Grafik-Triennale Frechen (NRW)

-Städtische Galerie Wollhalle, Güstrow

-Ratssaal der Stadt Plettenberg/NRW(Einzelausstellung)

-Künstlerhaus Hamburg-Bergedorf

Seit 1993 Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland.

Matthias Schhroller

zeigen

Gastkünstler in Druckwerkstatt

Matthias Schroller
Matthias Schhroller
Kontinuität ist ein wesentliches Kennzeichen der künstlerischen Arbeit von Matthias Schroller, dem fünften von insgesamt sechs Künstlern, der zu einem mehrwöchigen Aufenthalt in der Radierwerkstatt nach Salzau im Jahr 2009 eingeladen war. In der Zeit vom 7. September bis zum 17. Oktober 2009 hat Matthias Schroller die laufenden künstlerischen Arbeiten fortgesetzt und sich unter den speziellen örtlichen Gegebenheiten der Druckgrafik konzentriert zugewenden.

Über die Jahre hinweg haben sich bei dem Künstler Matthias Schroller thematisch zwei unterschiedliche Sujets im Oeuvre des in Dresden lebenden Künstlers herausgebildet: Die landschaftlichen Blätter, die sich von den im Freien entstandenen Tuschpinselzeichnungen herleiten und die eine gewisse Spontaneität aufweisen. Sowie als zweite Gruppe die stark von der Architektur inspirierten Arbeiten, in denen Martin Schroller sehr bewusst mit der Fläche und dem Licht im bildparallelen Raum arbeitet. Charakteristisch ist nicht nur ihre tektonische Auffassung, sondern auch ihre Motivauswahl mit typischen Architekturelementen, Fenstern oder Fassadeausschnitten.

Matthias Schroller (Jahrgang 1963) ist der Überzeugung, dass künstlerische Prozesse nicht steuerbar sind, ihre Ergebnisse nicht vorhersehbar und planbar. Das Eigentliche, so Schroller, wird nicht getan, sondern entsteht beim Tun.


So auch während des Werkstattaufenthaltes in Salzau. Das Arbeitsvorhaben von Matthias Schroller für den mehrwöchigen Künstleraufenthalt beruht nicht auf einer vorab definierten Konzeption, sondern ist das Resultat verschiedener Entwicklungen, vor allem der fortgesetzten Tätigkeiten.

In der Ausstellung in der Galerie im Torhaus, die eine Auswahl vorangehender Arbeiten von Matthias Schroller zeigte, konnte der Besucher sich ein Bild von dieser künstlerische Position machen. Die Ausstellung war vom 17.9. bis 11.10.2009 geöffnet.

Biographie
1963   geb. Gardelegen/Altmark
1981   Abitur Gardelegen
1981-83  Päd.-Studium (Kunst/Deutsch) Uni Greifswald, Abschluss mit Diplom
1988-91  Forschungsstipendium Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei Dieter Goltzsche
1991-93  Gastlehrtätigkeit Uni.Greifswald, Kunsterzieherausbild, Leitung Druckwerkstatt Caspar-David-Friedrich-Instituts
1993-95  Mitarbeit im Potsdamer Kunstverein, Ausstellungsgestaltung und Projektleiter
1994-99  Malereistudium Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Prof.Max Uhlig, Abschluss mit Diplom
1999-01  Meisterschüler bei Prof. Max Uhlig
seit 2001  freischaffend als Maler/Grafiker u. in der Denkmalpflege tätig

Preise
seit 1988 Beteiligungen u. Einzelausstellung
Greifswald, Berlin, Bochum, Mühlheim, Potsdam,
Rathenow, Bad Wilsnack, Dresden,
München, Chemnitz, Reutlingen, Leipzig,
Paris, Cloppenburg, Dessau

Anja Tchepets

Radierwerkstatt

zeigen

Anja Tchepets, Gastkünstlerin in Salzauer Radierwerkstatt
Anja Tchepets
In der Zeit vom 29. Juni bis 2. August 2009 hat Anja Tchepets, Jahrgang 1970, als Gastkünstlerin den Salzauer Druckwerkstätten gearbeitet. Während ihres Aufenthaltes hat sich die gebürtige Russin ihrem jüngsten Projekt „HOMEZONE“ zugewendet.

Mit dem Begriff „HOMEZONE“ sieht die Künstlerin die sehr unterschiedliche und komplexe Ästhetik transurbaner städtischer Kulturen zum Ausdruck kommen, mit denen sie sich über die letzten Jahre beschäftigt hat. Dabei richtete sich ihr Blick insbesondere auf Menschen in St. Petersburg (Leningrad), wo sie geboren und aufgewachsen ist, und New York City, einem ihrer jetzigen Wohnorte, und deren Umgebung.

In NEW YORK nunmehr zog die Künstlerin die Kultur der innerstädtischen Ghettos an. Diese an ihren Stadtteil grenzenden Gegenden haben für sie etwas merkwürdig Vertrautes, das sie an Petersburg erinnert. Hier findet sie beim Durchstreifen der Strasse ihre Motive: die Homeboys der Hip Hop Kultur. Ausgehend von ersten Studien entstand daraus eine Serie von Portraits Jugendlicher, die den armen Bezirken amerikanischer Großstädte, aus Sozialwohnungsblocks oder besetzten Häusern entstammen.

In SALZAU hat Anja Tchepets die Arbeit an den Homeboyz-Portraits fortgesetzt und in zum Teil großformatige Druckgrafiken übersetzt.

Künstlerbiographie

1970 in Leningrad (St.Petersburg) geboren, kam mit 11 Jahren auf das Kunstgymnasium Leningrad, wo sie 7 Jahre Kunst studierte. Nach dem Abschluss zog sie nach Montreal, wo sie ein Grafik-Design-Studium am Dawson College mit Diplom abschloss, anschließend absolvierte sie an der Kunsthochschule Weissensee in Berlin ein Diplomstudium Illustration und Kommunikation. 1998 zog sie nach New York, wo sie vier Jahre als Grafikerin und Illustratorin arbeitete, bevor sie zurück nach Berlin ging, um an der Kunsthochschule Weissensee das Aufbaustudium Interdisziplinäres Gestalten mit einem weiteren Diplom abzuschließen. Anja Tchepets lebt und arbeitet in Berlin und New York.

Preisstipendien

2009 Projektstipendium im Studios International Denkmalschmiede Höfgen, Deutschland

2008 Jurorpreis bei der Ausstellung "Small Works", New York, USA

2007 Projektstipendium im Künstlerhaus Lukas Ahrenshoop mit dem multimedialen Buchprojekt "Apfel, Huhn & Puschkin", Ahrenshoop, Deutschland

2006 Arbeits- und Reisestipendium mit dem multimedialen Projekt "Winter Tales", Lulea Winter Biennale, Schweden

2002 Stipendium "Berliner Programm zur Förderung der Chancegleichheit für Frauen in Forschung und Lehre", Berlin, Deutschland

2001 Mart-Stam-Förderpreis, Berlin, Deutschland

1998 "Projetto Libro", 3.Preis beim Kinderbuchwettbewerb, Padova, Italien

1998 1.Preis beim Buchwettbewerb der ABC Bank, Berlin, Deutschland

1997 "Projetto Libro", 1. Preis beim Kinderbuchwettbewerb, Padova, Italien

Ausstellungen (Auswahl)

01/2009 Gruppenausstellung "Manez", St.Petersburg, Russland

10/2008 Gruppenausstellung "Paintings from St.Petersburg", Bridget McDonnell Gallery, Australien

07/2008 "Russische Variationen", Gruppenausstellung, Stiftung Landdrostei, Pinneberg, Deutschland

07/2008 "Neue Subjektive Malerei",Gruppenausstellung in Galerie "Stella A" , Berlin, Deutschland

04/2008 "Weissensee 8", Gruppenausstellung in Galerie "Stella A" , Berlin, Deutschland

03/ 2008 "Homezone", Gruppenausstellung in Studiogalerie, Kaditz, Deutschland

02/2008 "Small Works", Gruppenausstellung in "80 Washington Square Galleries", New York, USA

02/2008 "Works on Paper" Kunstmesse, London, England

01/2008 Gruppenausstellung "Manez", St.Petersburg, Russland

2007-2008 Vorführungen vom Multimedia-Buchshow zum Buch "Apfel, Huhn & Puschkin"

02/2007 "Small Works", Gruppenausstellung in "80 Washington Square Galleries", New York, USA

03/2006 "Instead of Snow", Gruppenausstellung im Rahmen Lulea Winter Biennale 2006, Schweden

11/2006 "Aus Briefen werden Bilder", Einzelausstellung in Galerie "Sarai", Berlin

06/2005 Gruppenausstellung "John Barkes Recent Aquisitions", London, England

06/2005 Teilnahme an dem Kunstfestival "REmigration" von DRA (Deutsch-Russische Austausch) in St.Petersburg mit dem Multimedia-Buchshow "Grüß den Kanzler schön von mir"

03/2005 Teilnahme an 2.Grafikbiennale, St.Petersburg, Russland

2003-2004 Multimedia-Buchshow "Grüß den Kanzler schön von mir - Briefe und Geschichten aus St.Petersburg" von N. Nikolajewa

05/2004 "Rauchzeichen - St.Petersburger Alltag in Bildern und Briefen", Einzelausstellung im

Kaffeehaus Maybach, Berlin

06/2003 "Nadezda", Grafikgruppenausstellung, St.Petersburg, Russia

06/2003 "Interdisziplinierte Räume", Gruppenausstellung im Brecht-Haus-Weissensee, Berlin

06/2002 "Mart Stam Preisträger", Ausstellung im Stilwerk, Berlin

06/2002 Gruppenausstellung "Orion & more: Books by Artists", New House Center for Contemporary Art, Staten Island, USA

03/2002 1.Biennale der grafischen Kunst, St.Petersburg, Russland

Susanne Walter

Radierwerkstatt

zeigen

Susanne Walter - Wounds-Woodcut 2009
Susanne Walter
In der Zeit vom 18. Mai bis 14. Juni 2009 arbeitete die in Aachen lebende Künstlerin Susanne Walter in der Salzauer Radierwerkstatt. Sie war die zweite von insgesamt sechs Künstler, die von einer Fachjury für einen mehrwöchigen Künstleraufenthalt in den Salzauer Druckwerkstätten im Jahr 2009 ausgewählt wurde.

Susanne Walter gab dem Besucher des Landeskulturzentrums die Möglichkeit, einen unmittelbaren Einblick in den Entstehungsprozess ihres aktuellen Projektarbeit "Salzau, 4 Wochen Ortsaufnahme" zu erhalten. Während ihres vierwöchigen Aufenthalts in Salzau machte die Künstlerin zunächst zeichnerische und auch direkte Ab- und Aufnahmen von Örtlichkeiten, Dingen und Gegebenheiten. Hierbei war sie einen Teil der Zeit mit der Spurensicherung als Aktion im öffentlichen Raum für die Menschen in Salzau präsent.

Susanne Walter verfolgte dabei das Prinzip, existierende Dinge näher zu betrachten und diese neu zu inszenieren. "Ich schaffe keine neuen Bilder, ich mache sichtbar, was vorhanden ist. Was sichtbar ist, wird transformiert", so die Künstlerin. Spuren, die unbewusst oder auch durch Naturprozesse hinterlassen worden sind, werden zum künstlerischen Konzept und sind zugleich Ausgangspunkt für die druckgrafischen Arbeiten. Die gesicherten Spuren in Form von Grafiken und Druckgrafiken wurden sukzessive in die Ausstellung in der "Galerie im Torhaus" eingebunden, so dass sich bis zum Ende des Aufenthaltes der Galerieraum füllte und sich ein "work in progress" manifestiert hat.

Susanne Walter betont dabei, dass es ihr nicht um den "perfekten Druck" geht. Vielmehr richtet sich ihre Aufmerksamkeit auf die freie Grafik, auf die Vielfalt der Dimensionen. Dabei sind es feine Linien, die ihre druckgrafischen Arbeiten kennzeichnen und den Werken eine sehr subtile Ausdruckskraft verleihen.

Homayon Aatifi

Radierwerkstatt

zeigen

Homayon Aatifi

Aatifi
Homayon Aatifi
In der Ausstellung "Skripturale Fragmente" wurden neue Papierarbeiten von Homayon Aatifi in der Galerie im Torhaus gezeigt. Aus Fragmenten orientalischer Kalligrafie hat der Maler und Grafiker Aatifi eine vollkommen neue, eindringliche und sehr bildhafte Formensprache geschaffen. Seine abstrakten Kompositionen setzt er auch in zum Teil großformatiger Druckgrafik um.

Der in Bielefeld lebende und arbeitende Künstler Aatifi, erster Stipendiat des Landeskulturzentrums in 2009, zeigte überwiegend Aquatinta-Reservage-Drucke. Sie sind während seines letzten Stipendiums beim 18. Sächsischen Druckgrafik-Symposion im August 2008 entstanden, ergänzt mit ersten Drucken aus der Salzauer Werkstatt, in der er seit Anfang April die 1,10 mal 1,60 Meter große Radierpresse nutzt. Die Einzeldrucke erhalten dank spezieller Ätztechnik, dynamischer Linienführung und leuchtenden Farben eine starke räumliche Tiefe und eine kraftvolle Lebendigkeit.

Guy Saggee

Radierwerkstatt

zeigen

Guy Saggee

Zeichnung Guy Saggee
Guy Saggee
Im Rahmen des bundesweiten Projekts "radius of art" begrüßte das Landeskulturzentrum Salzau im Herbst 2008 Guy Saggee (Israel) und Nermine el Ansari (Ägypten) in den Druckwerkstätten. Vom 15. Oktober bis zum 15. November 2008 haben sich jeder der beiden Künstler in der ländlichen Abgeschiedenheit Salzaus ganz der künstlerischen Fortentwicklung der eigenen Projektidee widmen können.

Ausgehend von der literarischen Vorlage "Moby Dicks" und der biblischen Figur Jonas, hat Guy Saggee den Künstleraufenthalt dazu genutzt, diese Vorlagen ins Grafische zu übersetzen. Dabei konzentriert sich seine künstlerische Umsetzung in Salzau gezielt Salzau auf das Drucken in der Radierwerkstatt.

Das Entwickeln ganz eigener neuer Schriftzeichen prägt viele seiner Arbeiten. Guy Saggee verbindet auf diese Weise inhaltliche Ebenen ganz unterschiedlicher Art: Neben dem geschriebenen Text koexistiert die mit den einzelnen Schriftzeichen veranschaulichte Thematik. Was sich dem Betrachter auf den ersten Blick dekorativ verspielt darstellen mag, weist auf den zweiten Blick eine ernsthafte, zuweilen komplexe Hintergründigkeit auf.

Guy Saggee ist Absolvent der Bezalel Akademie in Jerusalem und der MFA in New York. Er ist tätig als Illustrator und Gestalter für Zeitschriften, Bücher und Konzertplakate, Kunst-Direktor und Trickzeichner für diverse Netzanimationsreihen. Überdies arbeitet er als Lektor an der Bezalel Akademie (Jerusalem) und an der Neri Bloomfield Akademie (Haifa). Er ist Gründer von " Shual", ein Studio für Entwurf und Animation.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite www.shual.com

Hedya Klein und Heimo Wallner

Radier- und Lithowerkstatt

zeigen

Hedya Klein und Heimo Wallner

Hedya Klein und Heimo Wallner
Im November 2007 war das Künstlerpaar Hedya Klein und Heimo Wallner zu Gast in den Salzauer Druckwerkstätten. Hedya Klein arbeitete in der Radierwerkstatt, Heimo Wallner in der Lithographiewerkstatt.

Hedya Klein verwandte bei ihren Arbeiten unterschiedliche Medien, wie Installation, Fotografie, Zeichnung und Druck. In ihrer juengsten Serie von Zeichnungen bezog sie sich auf Naturstudien von Pflanzen, Samenkapseln, Insekten etc. - Fundstücke vom Wegrand die weitergeführt wurden, reduziert und abstrahiert, bis sie als eigentümliche, informationsfreie Objekte einer spröden Schönheit eine 2. Existenz annahmen.

Heimo Wallners Drucke bestechen prinzipiell durch die Direktheit der Sujets. Fast ausschließlich stehen mit relativ groben Strichen gestaltete Figuren im Mittelpunkt, so auch in der Salzauer Arbeitsphase. Es sind ProtagonistInnen von manchmal durchaus derben, vulgären und gewaltsamen Schwänken. Bei flüchtiger Betrachtung mag der Eindruck entstehen, dass es sich vorwiegend um männliche Figuren handeln würde, denn die Köpfe sind unisex gestaltet, doch, „nur weil sie keine langen Haare haben, darf man sich nicht täuschen lassen, es gibt reichlich Frauen“, so die Entgegnung Wallners. „Ich suchte nach Kürzeln, damit ich schneller zeichnen kann. Es sind dem Comic verwandte Figuren, obwohl ich mit Comics nichts zu tun habe.“

Lucia Schoop

Radierwerkstatt

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Lucia Schoop

Lucia Schoop
In der Zeit vom 7. bis 27. April 2008 arbeitete die aus Kleve stammende Künstlerin Lucia Schoop in den Salzauer Druckwerkstätten. Lucia Schoop gab dem Besucher des Landeskulturzentrum Salzaus die Möglichkeit, einen Einblick in den Entstehungsprozess ihres aktuellen Projektarbeit „Lost paradise“ zu erhalten.

Das Leben in der Natur, der zeitweilige Aufenthalt möglichst fern der Zivilisation inmitten von überwältigender Schönheit und scheinbar unberührter und intakter Landstriche war schon immer ein ambivalentes Sehnsuchtsziel der Menschen. Ist es möglich, an der Sehnsucht nach unberührter Natur in einer von Mobilität und Migration geprägten Welt festzuhalten, den ursprünglichen Zustand oder Stillstand zu erhalten oder gar ihn wieder herzustellen?

Bei einem Aufenthalt im Grand Canyon/ USA fiel der Künstlerin auf, dass dort intensiv versucht wird, Pflanzen wieder zu eliminieren, die von Einwanderern mitgebracht wurden und sich dort seither angesiedelt haben. Diese Pflanzen werden als Aliens oder Non-native-Species bezeichnet, in Aktionen aufgespürt und möglichst ausgemerzt. Welche Stellung nimmt der Mensch, der Einwanderer in diesem Zusammenhang ein? Gehört der Mensch nicht auch in das paradiesische System, in dem – wiederholt mit Unterstützung staatlicher Beschlüsse – Landstriche mit ihren Pflanzen und Tieren in ihren intakten Ursprungs-Zustand zurückversetzt werden.

In ihrem Projekt „Lost paradise“ waren diese ambivalenten Aktionen und die sich daraus resultierenden Fragestellungen Ausgangspunkt für Lucia Schoop. Dabei standen jene Pflanzen im Zentrum ihrer künstlerischen Aufmerksamkeit, die in den Staaten als Aliens auf den Index gesetzt worden sind. Auf den zumeist großformatigen Holzschnitten lösen sich vegetabile Strukturen aus dem Formgefüge heraus. Ausschnitthafte Pflanzendarstellungen wie Blütenstände, Blätter oder Astwerke – die Liniengefüge verwandeln sich zu körperhaft in der Fläche erscheinenden Naturgegenständen, die trotz ihrer starken Abstraktion ihre „Natürlichkeit“ nicht verloren haben. Ihrer Artenvielfalt nach sind sie bis auf wenige Ausnahmen botanisch exakt bestimmbar und sind dennoch nur selten als realistisch-anschauliche Schilderungen von Natur gemeint. Dadurch, dass Lucia Schoop gerne auch mit Transparentpapier arbeitet, welches sie auf die letzte Druckversion legt, erhalten ihre druckgrafischen Arbeiten eine zusätzliche Tiefenwirkung und einen außergewöhnlichen Reiz.

Zur Künstlerin
1952 geboren in Kleve
2002 Mitglied im BBK MV
1996- Studium der Kunst und Kunstgeschichte an der Universität Hamburg
2006  und am Caspar-David-Friedrich-Institut der Universität Greifswald
1998 3. Brandenburger Kulturpreis
2001 Stipendium der Bundesakademie für Bildung, Wolfenbüttel
2004 Stipendium der Aldegrever-Gesellschaft, Münster
2006 2. Preis Norddeutscher Grafikbienale 1. Preis Neue Kunst hat Freunde, Neues Kunsthaus Ahrenshoop
2007 Stipendium für Arbeitsaufenthalt im Neuen Kunsthaus Ahrenshoop
          Stipendium für Arbeitsaufenthalt in Kaliningrad, gefördert durch die Zeit-Stiftung Ebelin
          und Gerd Bucerius und das Land Mecklenburg-Vorpommern
2007- Atelierstipendium Trittauer Wassermühle, Kulturstiftung Stormann
2010  lebt und arbeitet in Greifswald und Trittau

Einzelausstellungen (Auswahl)
1999 Rechnung Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kunst, Schwerin
2002 Leserinnerungen Schloss Griebenow, Griebenow
2006 Greifengalerie, Greifswald

Gruppenausstellungen (Auswahl)
2001 Einzelgänger, Kornspeicher der Herzog-August-Bibliothek, Wolfenbüttel (Kat.)
2002 Nebelleben, Neues Kunsthaus Ahrenshoop Galerie Pankow, Berlin (Kat.) Büchersendung I., Galerie des Max-Planck-Institutes, Greifswald
2003 Das kleine Format, Galerie Urpresse, Schwerin
2004 Liebe Krankheit, Schmerz, Theater Vorpommern, Greifswald und Stralsund Büchersendung II, Ausstellungsraum auf der Lyss, Basel Geschichten in Landschaften, Berlin und Deutsch-Russisches-Haus, Kaliningrad
2005 Meer, Strand und Himmel, 15. Landesweite Kunstschau des Künstlerbundes Mecklenburg und Vorpommern im BBK, Schloss Plüschow und Museum Stade (Kat.) Holzschnitt Heute, Kunstforum, Ludwigsburg (Kat.) Ankauf Museum Spendhaus, Reutlingen
2006 Kopf - Portrait, 16. Landesweite Kunstschau, Schwerin und Lüneburg (Kat.) Büchersendung III, Thorn, Polen Begegnung, Galerie Kunst - Quartier, Osnabrück
2007 Große Kunstausstellung NRW, Düsseldorf(Kat.) Landschaft, 17. Landesweite Kunstschau Mecklenburg-Vorpommern Kunsthalle Rostock und Galerie Rose Hamburg (Kat.)
2008 Große Kunstausstellung NRW, Düsseldorf (Kat.)

Nermine el Ansari

Lithowerkstatt

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Nermine el Ansari

Nerme El Ansari, Gastkünstlerin in Salzauer Lithografie-Werkstatt
Nermine el Ansari
Im Rahmen des bundesweiten Projekts "radius of art" begrüßt das Landeskulturzentrum Salzau im Herbst 2008 Guy Saggee (Israel) und Nermine el Ansari (Ägypten) in den Druckwerkstätten. In der Zeit vom 15. Oktober bis zum 15. November 2008 haben sich jeder der beiden Künstler in der ländlichen Abgeschiedenheit Salzaus ganz der künstlerischen Fortentwicklung der eigenen Projektidee widmen können.

Ihren Aufenthalt in der Lithographie-Werkstatt wird Nermine el Ansari dazu nutzen, gezielt sich ihren künstlerischen Recherchen zuzuwenden, die dazu dienen, eine Ausstellungsprojekt im kommenden Frühjahr in Cairo vorzubereiten. Im Zentrum ihres Interesses steht dabei der Mensch und sein Erscheinungsbild.

Nermine el Ansari lebt und arbeitet in Kairo. Sie erhielt ihr Diplom 1998 an der "Fine art school" in Versaille. Nach einem Stipendium im Jahr 2001 für das "Instituto Superior de Arte" in Havanna, gratuierte sie 2002 an der Ecole Superirure des Beaux Arts in Paris im Bereich Multimedia. Nermine el Ansaris Arbeiten reichen von der Malerei und Grafik bis zur Animation und Performance.

Biographie
 *1975 in Suresnes, Frankreich, lebt und arbeitet in Kairo
1998 Diplom an der »Beaux Arts de Versailles«, Frankreich
2002 Diplom an der »Ecole Nationale Supérieure des Beaux Arts de Paris«, Frankreich
2001 Stipendium für die “Havana Fine Art School”, I. S. A. (Instituto Superiore de Arte)


Ausstellungen (Auswahl)
2001 »Bodies«, African Museum, Havana
2003 »Horizon«, Zico House, Beirut
2004 »Ghost City«, Espace Karim Francis, Kairo
2005 art symposium in Hualien City, Taiwan
2006 piece of art - peace of art, Kulturwochen Nahost in Kiel
2007 Occidentalism: Contemporary Artists From Egypt, Hotel Suisse, Kairo
2008 Cairoscape, Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Berlin

Nicolai Estis

Lithowerkstatt

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Nicolai Estis - Arbeitsaufenthalt in Salzauer Druckwerkstatt, 5. Mai bis 5. Juni 2008

Nicolai Estis
Nicolai Estis
In der Zeit von 5. Mai bis 5. Juni 2008 war Nicolai Estis als Künstler zu Gast in den Salzauer Druckwerkstätten. Der Besucher hatte während dieser Zeit die Möglichkeit, dem Künstler während seines Schaffens in der Druckwerkstatt über die Schultern zu schauen und hierüber in den direkten Dialog mit dem Künstler zu treten. 

Der Arbeitsaufenthalt von Nicolai Estis wurde begleitet von einer Ausstellung mit einer Auswahl seiner Werke in der Galerie im Torhaus.

Nicolai Estis wurde 1937 in Moskau geboren, absolvierte 1958 sein Kunsthochschulstudium in Moskau. Seit 1960 arbeitet er als freier Künstler. Über 70 Einzelausstellungen in Russland, Deutschland und anderen Ländern weltweit, 12 verschiedene Stipendien und Preisen zeugen von der Qualität seiner künstlerischen Arbeit. Ein Stipendium der Landdrostei Pinneberg von 1996-98 führte ihn nach Pinneberg, wo er noch heute lebt und arbeitet. Arbeiten von Nicolai Estis befinden sich in Privatsammlungen und Museen vieler Länder der Welt, u. a. in der Staatlichen Tret'jakov-Galerie und im Puschkin-Museum für Darstellende Kunst in Moskau.

Biographie:
1937 geboren in Moskau geboren.
1958 Abschluss an der Kunsthochschule in Moskau seit
1961 Teilnahme an vielen Ausstellungen in Deutschland, Russland und zahlreichen vielen anderen Ländern der Welt
seit 1966 über 70 Einzelausstellungen, zwölf verschiedene Stipendien und Auszeichnungen

Seit 1996 lebt Nicoli Estis in Pinneberg.

Slava Shevelenko und Marta Volkowa

Radier- und Lithowerkstatt

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Slava Shevelenko und Marta Volkowa

Slava Shevelenko und Marta Volkowa
Slava Shevelenko und Marta Volkowa
Der Länderschwerpunkt des Kultursommers Schleswig-Holsteins lag 2008 auf Russland. Das Landeskulturzentrum begrüßte aus diesem Grunde in der Zeit vom 8. September bis 12. Oktober 2008 das Künstlerpaar Slava SHEVELENKO und Marta VOLKOWA zu einem Arbeitsaufenthalt in den Druckwerkstätten.

Marta Volkova (geb. 1955 in St. Petersburg) und Slava Shevelenko (geb. 1953 in St. Petersburg) arbeiten sowohl als Künstlerpaar als auch einzeln. Marta Volkova und Slava Shevelenko nahmen in den achtziger Jahren an der Ausstellung "Gesellschaft für Experimentelle Kunst" in St. Petersburg teil. Die Ausstellungen dieser Gruppe waren damals eine Alternative zur offiziellen Sowjet-Kunst. Sie zogen viel Publikum an und galten als Höhepunkt des kulturellen Lebens.

1988 bis 1991 teilte Slava Shevelenko sich mit Marta Volkowa ein gemeinsames Atelier im berühmtern Haus Nr. 10 der Straße Puschkinskaja. Dieses Gebäude war damals neues Zentrum künstlerischer Tätigkeiten in St. Petersburg.

1991 siedelten die beiden in die Niederlande über. 1994 erhielt der Künstler ein Stipendium im Atelierhaus Worpswede; die Künstlerin erhielt im selben Jahr ein Stipendium (Fonds voor Beeledende Kunsten, Vormgeving en Bouwkunst) in den Niederlanden. Seit zehn Jahren leben und arbeiten sie in den Niederlanden, zurzeit in Maastricht.


Ausstellungen (Auswahl)
2008 Palais für aktuelle Kunst, Glückstadt Gallery Stevens, Maastricht (Marta Volkova).
2007 Gesellschaft der Freunde junger Kunst Baden-Baden Steinrötter Gallery, Münster
2006 Art Space North, Hamburg Post & Garcia Gallery, Maastricht
2005 The State Museum of Urban Sculpture, St. Petersburg
2004 Steinrötter Gallery, Münster
2002 Art Agents Gallery, Hamburg
2001 Art Centre Hof 88, Almelo.
2000 Angelika Kallenbach Gallery, Bonn
1999 Steinrötter Gallery, Münster
1998 Kunstfabrik, Potsdam. Werdermann Art Gallery, Hamburg
1997 Museum Panorama Mesdag, Den Haag
1995 Werdermann Art Gallery, Hamburg Art Centre Markt 17, Enschede
1990 Werdermann Art Gallery, Hamburg Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite www.martaslava.com

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